
Hören Sie auf, gegen den Mehrschubfachofen anzukämpfen!
Wenn Sie schon einmal den ganzen Morgen damit verbracht haben, Backbleche aus einem Mehrschubfachofen zu nehmen – nur um festzustellen, dass die obere Schiene verbrannt ist und die untere Schiene kaum erhitzt wurde – dann kennen Sie diese Frustration. Es ist ein Albtraum. Die meisten Öfen verteilen die Wärme nicht gleichmäßig – man muss förmlich raten, wie man das Brot am besten backen kann.
Wir haben beschlossen, nicht mehr gegen die physikalischen Eigenschaften des Ofens anzukämpfen, sondern Infrarotstrahlung zu nutzen. Indem wir die alten Heizelemente durch 1000-Watt-Infrarotleuchten ersetzt haben, konnten wir die Wärme nun gezielt steuern.
Warum Infrarot tatsächlich funktioniert
Luft ist ein schlechter Wärmeleiter. Traditionelle Öfen versuchen, die Luft zu erhitzen – in der Hoffnung, dass die Luft anschließend das Brot erwärmt. Das ist jedoch langsam und unpräzise.
Infrarot hingegen nutzt Strahlungsenergie. Stellen Sie sich dazu die Sonne auf Ihrer Haut vor – Sie spüren die Wärme sofort, selbst wenn es eine Brise gibt. Diese 1000-Watt-Leuchten strahlen die Wärme direkt in den Teig ab.
Da in jedem Schubfach separate Leuchten vorhanden sind, haben Sie die Kontrolle. Wenn der mittlere Schubfach etwas kälter bleibt, können Sie einfach die Leistung dieser Leuchten erhöhen. So erhalten Sie eine perfekte Kruste sowie einen weichen Teig – egal, wo sich das Backblech befindet. Es funktioniert einfach.
Die Technik im Inneren des Ofens
Wir verwenden hochreines Quarzglas für die Leuchten. Warum? Weil das Glas nicht zerbricht, wenn die Temperatur stark schwankt. Zudem sorgt die hohe Leistung von 1000 Watt dafür, dass der Ofen fast sofort wieder zur Normaltemperatur zurückkehrt – man muss nicht mehr zehn Minuten warten, bis die Wärme wieder da ist.
Um alles stabil zu halten, verwenden wir einen schnell reagierenden PID-Regler. Da die Infrarotleuchten sofort ihre volle Leistung erreichen, müssen Sie sich nicht mit den Verzögerungen auseinandersetzen, die bei herkömmlichen Heizelementen auftreten. Es ist also schneller und präziser.
Ein paar Dinge, die man beachten sollte
Es handelt sich zwar nicht um Magie – aber Infrarotstrahlung ist Richtungsabhängig. Das bedeutet, die Platzierung der Leuchten ist entscheidend.
Wenn Sie die Leuchten zu nahe platziert, wird die Oberfläche des Brotes verbrennen, bevor der mittlere Teil überhaupt warm wird. Sie müssen etwas Zeit investieren, um die Entfernung sowie die Leistungsstärke der Leuchten richtig einzustellen.
Achten Sie auch darauf, dass es eine gute Belüftung um die Leuchten herum gibt. Wenn das nicht der Fall ist, könnte das dazu führen, dass die Verkabelung beschädigt wird.
Aber sobald alles richtig eingestellt ist, ist das eine völlig andere Erfahrung.